Aufkleber ins Glück.

Die Geschichte von Nessy beginnt mit einem Auto, einem Werbeaufkleber unseres Vereins und einem Zeitungsredakteur, der einen Bernhardiner erwartet hat und einen Berner zu sehen bekam.

Es war vor 3 Wochen, die Freie Presse fragte an, ob die Familie J. nicht mal über die Arbeit des Vereines berichten wollte. Man habe das Auto nebst Werbung gesehen.

Am 27.07.2012 erschien dann folgender Zeitungsartikel:

 -----------------------------

 Liebe zu Bernern kennt keine Grenzen (umü)

Lauenhain - Ein Leben ohne ihre drei Berner Sennenhunde Cintia, Dayo und Casper – nur einer ist reinrassig - könnten sich Marlies und Steffen J. nicht mehr vorstellen. „Wo wir sind, da sind auch unser Hunde“, sagt die 48-Jährige.

Dabei schlägt das Herz der Lauenhainerin nicht nur für die eigenen drei Vierbeiner. Im Vorjahr wurde der Verein Berner-Sennenhunde-Nothilfe gegründet und ist inzwischen fast bundesweit aktiv, sie ist ein Mitglied des Vereins. „Hauptsächlich betreuen wir die Region Sachsen und Thüringen und kümmern uns um Berner, die ihr Zuhause verloren haben oder aus anderen Gründen in Not geraten sind. Wir bemühen uns, die Tiere an neue Familien zu vermitteln“, sagt die Tierliebhaberin. Bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit wird die 48-Jährige von ihrem Mann unterstützt.marlies pressebild

Ihre Hauptaufgabe im Verein, der seinen Sitz im niedersächsischen Rinteln hat, ist die Nachbetreuung der durch die Organisation vermittelten Hunde. Dabei kann die Reise beispielsweise auch einmal bis nach Berlin und noch weiter führen. Für ihre Lieblinge ist Marlies J. kein Weg zu weit. „Ich kontrolliere beispielsweise, ob die Berner auch artgerecht gehalten werden, genügend Platz haben und auch tierärztlich betreut werden“, sagt die Expertin. Ihr Anliegen: Die Schützlinge sollen ein optimales Zuhause haben.

Bis zu vier Stunden täglich verbringt die 48-Jährige nach Feierabend vor dem Internet oder am Telefon. „Der regelmäßige Kontakt zu den neuen Familien der Schützlinge ist von großer Bedeutung. Dabei geht es um Rat, aber auch Hilfeleistung.“ Hinzu kommt die Zeit, die sie mit den eigenen Vierbeinern verbringt. Wenn es die Zeit erlaubt, streift sie morgens und abends jeweils ein bis zwei Stunden mit ihren Lieblingen durch die Wiesen und Wälder rund um Lauenhain. „Wenn ich aus beruflichen Gründen mal keine Zeit habe, dann macht das mein Mann“, sagt die Rathausangestellte. Der ist nicht weniger in die Vereinsarbeit eingebunden. Erst vor ein paar Wochen holte er mit seinem Privatfahrzeug einen in Not geratenen Berner in Pirna ab, brachte diesen bis zum Hermsdorfer Kreuz, übergab ihn dann einem anderen Vereinsmitglied, das sich um den Weitertransport des Tieres bis zum neuen Besitzer in der Nähe von Nürnberg kümmerte. „Das war eine sogenannte Fahrkette, die durch uns mit organisiert und abgesichert wird“, sagt Steffen J.

Zweimal im Jahr treffen sich die 196 Vereins-, Förder- und Forumsmitglieder in Rinteln und feiern drei Tage lang gemeinsam mit ihren Hunden. „Da sind immer zwischen 80 und 100 Berner dabei und die vertragen sich auch“, sagt Marlies J. Hinzu kommen noch jährlich zwei bis vier Vorstandssitzungen. „Der größte Teil der Vereinsarbeit wird per Telefon oder Internet erledigt. Schließlich stehen nicht wir im Mittelpunkt, sondern die Berner. Deren Wohl ist unser Hauptanliegen.“

-----------------------------

Nicht mal 48 Stunden später klingelte bei Familie J. das Telefon, eine Familie aus Zwickau sprach von einem „Geschenk des Himmel’s“. Nach wenigen Worten war die Zwickauer Familie bereits auf dem Weg. Ihr lag das Wohlergehen unserer Nessy sehr am Herzen. So wurden der Notfallbogen des Vereins ausgefüllt, Kontakt zur Besitzerin hergestellt und der Tierschutzabgabevertrag auf den Weg gebracht.

 Am 31.07. – das O.K. – Nessy darf zu BSNH e.V.

Am 01.08. besuchten die Zwickauer Familie und Familie J. unsere Nessy. Sie trafen auch hier auf 2 weitere Menschen, denen Nessy am Herzen lag. Sie haben nicht weggeschaut, sie haben versucht zu helfen und Nessy im letzten Vierteljahr auf Grund der Pflegbedürftigkeit ihres Frauchens wenigstens 2 x täglich gefüttert, mit frischem Wasser und vielen Streicheleinheiten versorgt.

Ein Mehr konnten aber auch sie nicht leisten.

Ja und nun kommt etwas, wovon auch Familie J. bislang nichts wusste.

Am 07.08. erschien in der regionalen Presse dieser Zeitungsartikel:

------------------------------

 Hund bleibt Tierheim erspart (umü)

Crimmitschau/Zwickau - Einer acht Jahre alten Hündin bleibt der Weg ins Tierheim erspart. Nachdem die "Freie Presse" am 27. Juli über ein Ehepaar aus Crimmitschau berichtete, das dem Verein Berner Sennenhunde Nothilfe e.V. angehört, konnte jetzt einem Vierbeiner in Lunzig geholfen werden. Dessen Besitzerin, eine pflegebedürftige 82-jährige Frau, war selbst nicht mehr in der Lage, sich um den Vierbeiner zu kümmern. Nachbarn übernahmen die Fütterung des Tieres. Sie wandten sich an den Notdienst und baten um Hilfe. Vertreter des Vereins werden die Hündin, die bisher nur Zwinger und Garten kannte, morgen übernehmen und für sie einen neuen Besitzer suchen.

 ------------------------------

Das HAPPY-END --- Nessy ist gestern (08.08.2012), nach ihrer ersten Autofahrt in ihrem Leben von 480 km, gut in der Pflegefamilie angekommen und schaut jetzt einer glücklichen Zukunft entgegen.