Die Zeckensaison hat begonnen!

Kaum zeigen sich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen erwacht nicht nur die Pflanzenwelt, auch ungeliebte Tiere sind wieder aktiv und auf der Lauer auf potentielle Opfer – die Zecken!

Diese kleinen Tiere übertragen durch ihren Saugakt am Hund u.U. Erreger, die zu Infektionserkrankungen führen. Wir wollen Ihnen hierzu einige Informationen geben:
 
Auwaldzecke:

AuwaldzeckeDer Lebensraum der Auwaldzecke sind Feuchtgebiete, wie Au- und Laubwälder sowie Moore. Die Zeckenart benötigt eine Sommertemperatur von 20 – 22 Grad und Regenmengen von 400 -1000 mm. Da sie kältetolerant sind überstehen sie auch harte Winter.

Ursprünglich in Ungarn, Österreich und Norditalien zu finden, hat sich seit den 70er Jahren der Lebensraum nach Norden ausgedehnt und ist auch in Deutschland, Belgien, Niederlanden und der Schweiz heimisch.
Die Auwaldzecke überträgt die Krankheiten Babesia canis und Francisella tualrensis.


Braune Hundezecke:


braune HundezeckeDiese Zeckenart ist ab Zentralfrankreich südwärts in allen europäischen Mittelmeerländern, auch Portugal heimisch. Je südlicher umso häufiger ihr ganzjähriges Vorkommen. Da sie nicht von hoher Luftfeuchtigkeit abhängig ist wird sie agiler je trockener und wärmer es ist. Bei uns lebt die braune Hundezecke als Urlaubsmitbringsel in warmen Räumen, auch in deutschen Tierheimen und Hochhausanlagen ist sie immer häufiger zu finden. Ein sehr unangenehmes Kennzeichen dieser Art ist, daß sie auf ihr Opfer zuläuft mit einem Tempo von 1 Meter pro Minute.
Die braune Hundezecker überträgt die Krankheiten Babesia vogeli, Ehrlichia canis, Rickettsia conorii, Hepatozoon canis.





Gemeiner Holzbock:

gemeiner HolzbockDiese Zeckenart ist ab 10 Grad Außentemperatur aktiv. In Deutschland ist sie ganzjährig auch an milden Wintertagen in Wald und Wiesen, bevorzugt auf der Spitze von Grashalmen anzutreffen. Dort werden sie dann von Mensch und Hund im Vorbeigehen abgestreift und geht auf die Suche nach der geeigneten Stichstelle, wo sie bis zu 7 Tagen Blut saugt.
Der Holzbock übertragt die Krankheiten Anaplasma phagocytophilum, Borrelia burgdorferi, Toxoplasma gondii und Babesia microti.


Alle genannten parasitären Infektionserkrankungen können sich schleichend, mild bis sehr schwer verlaufend zeigen. Nicht alle Erreger sind medikamentös eliminierbar, sodaß es immer wieder zu Krankheitsschüben kommen kann.

Bitte schützen Sie Ihr Tier ausreichend mit geeigeneten Mitteln!

Weiter Informationen zu Borreliose & Co finden Sie auf: www.tasso.net/Service/Wissensportal/Medizin

 
Urheberschaften:
Beitrag von unserem Vereinsmitglied Ute Willnecker. 
Textquelle: Prasitus Ex e.V.,
www.parasitosen.de 
Bild Auwaldzecke: I, Accipiter [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Bild braune Hundezecke: frei von bekannten urheberrechtlichen Einschränkungen,Wikipedia
Bild gemeiner Holzbock: James Lindsey at Ecology of Commanster [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5) oder CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons