KIRA - Berner Hündin, 9,5 Jahre, nicht kastriert - ist mit ihrem Pflegekörbchen in eine nette Pflegefamilie gezogen und darf dort als Sorgengfell bleiben

  • Tagebucheintrag vom 18.09.2022
    Und jetzt, wie versprochen, die Informationen über Kira's Kastration:
    Wir hatten gestern Nachmittag einen Termin in der Tierklinik zur Kontrolle, weil letzte Woche eine Zyste auf einem Eierstock und eine Entzündung in der Gebärmutter festgestellt wurde. Wir hatten Antibiotika bekommen und nun sollte kontrolliert werden, ob es sich gebessert hat und um einen Termin für die Kastration zu vereinbaren, aber es sollte ganz anders kommen...
    Das Blutbild zeigte eine drastische Verschlechterung sämtlicher Werte, also musste die Entzündung trotz des Antibiotikums schlimmer geworden sein. Und genau das zeigte auch der Ultraschall: es war alles prall gefüllt, dick und die Gebärmutter hatte einen Durchmesser von 4,2 cm. Durch die Schlingen war es nicht mehr möglich, die Nieren zu kontrollieren.
    -"wir müssen operieren "
    -"ja, das wissen wir ja schon; die Frage ist nur: wann?!?"
    -"jetzt!!!'
    -" "
    Es folgte ein kurzes Gespräch mit Stephan, der wegen seiner Bandscheibe nicht mitkommen konnte und keine Ahnung hatte, die Aufklärung über die OP und ein Anruf im Verein und zack , war Kira auch schon auf dem Weg in den OP!!! Es musste sofort Not operiert werden, denn trotz des Antibiotikums hatte sich eine geschlossene Gebärmuttervereiterung gebildet und weil der Eiter nicht ablaufen konnte, bestand die Gefahr, daß die Gebärmutter jederzeit platzen könnte. Wir waren trotz aller Angst und Sorge einfach nur dankbar, daß der Kontrolltermin noch vor dem Wochenende war und wir rechtzeitig reagieren konnten - ich möchte gar nicht weiter drüber nachdenken....
    Wir sollten - sofern nichts passiert - nach der Operation angerufen werden, und um 20.30 Uhr rief die Ärztin endlich an: die OP war gerade vorbei und Kira war in den Post-OP gebracht worden. Der Eingriff hat sehr lange gedauert, da die Vereiterung schon so groß war, dass sie auf den Magen-Darm-Trakt gedrückt hatte und drohte zu platzen. Die eigentliche OP hatte Kira also überstanden, aber sie wollte nicht richtig wach werden. Deshalb hat man Kira Infusionen gegeben und sie unter Rotlicht gelegt, weil Omi Untertemperatur hatte. Wir sollten Geduld haben, spätestens gegen 23.00 Uhr sollte sie wach sein. Also sind wir um 23.00 Uhr in die Tierklinik gefahren um zu sehen, wie es Kira geht: sie wurde wirklich langsam wach, aber sie sollte mindestens über Nacht bleiben und weiter Infusionen bekommen.
    Den Rest kennt ihr schon: unsere Prinzessin ist zu Hause und ja, sie ist noch erschöpft (wir auch...), aber es geht ihr gut. Wir haben alles ins Wohnzimmer geholt und schlafen die nächste Zeit hier, denn hier ist mehr Platz. Kira liegt vor mir, schläft und schnarcht wie ein finnischer Holzfäller und gefuttert hat sie vorhin auch schon.
    Wir sollen sie beobachten und Montag zur ersten Kontrolle. Wir wünschen unserer toughen Omi gute Besserung!


    An dieser Stelle möchte ich euch allen für eure Anteilnahme danken und einen ganz besonderen Dank an unseren großartigen Verein, daß ihr die finanziellen Mittel für die Behandlung bereitstellt - ohne wenn und aber! Es ist nicht selbstverständlich, daß solche Summen (und Kira's Behandlungen sind sehr kostenintensiv) für einen alten Hund aufgewendet werden!
    Habt vielen Dank?



    ....und Kira läuft für die Tierklinik Reklame. :huch:
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  • Tagebucheintrag vom 19.09.2022
    Kira-news....Kira- news...Kira-news...Kira-news...Kira-news...Kira-news...Kira-news...Kira-news...Kira-news...Kira-news...
    Omi Kira liegt vor der Couch und schnarcht. Sie ist, wenn sie wach ist, sehr aufmerksam. Sie trinkt schön, Futter wird begeistert verputzt und absetzen klappt auch. Sie ist noch anhänglicher als vorher und sucht unsere Nähe. Aber Kira ist noch ziemlich erschöpft und mag nicht richtig laufen - selbst der doofe Dackel von nebenan (Kira's liebster Mecker-Partner) ist uninteressant. Wir sollen Omi eh noch schonen, also geben wir ihr jetzt einfach die Zeit, die die Prinzessin braucht!
    Hier zeigen wir euch Fotos von der OP-Wunde, sie sieht gar nicht schlecht aus!





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  • Tagebucheintrag vom 20.09.2022
    Kira-Mausi sagt für die lieben Genesungswünsche
    Gestern hatten wir schon wieder die erste Physiotherapie nach der Operation-wir hatten vorher vorsichtshalber nachgefragt, ob wir den Termin besser absagen sollten, aber die einheitliche Aussage war: vorsichtig sein, dann auf jeden Fall machen um die Mobilität zu erhalten.
    Also kam am Nachmittag Janika, Kira's Therapeutin, zu uns und nachdem sie sich die Wunde angesehen hat (Janika arbeitet vormittags beim Tierarzt), hat sie sich Kira's "Vorderhälfte" gewidmet und das war auch gut so! Durch die OP war Kira sehr verspannt und 1 Wirbel musste sogar eingeränkt werden. Die Ärzte waren bei der OP anscheinend nicht gerade sanft, aber dafür war auch keine Zeit.
    Kira hatte gestern keine große Lust auf ihre Behandlung, aber mit dem richtigen Argument ging es...
    Ich habe auch noch etwas gezeigt bekommen: Narbenmobilisation!So kann ich Kira helfen, das sich die Narbe nicht verhärtet und später weh tut! Da Kira generell gerne den Bauch gekrault bekommt, sollte das problemlos funktionieren!
    Jetzt werden wir unsere tapfere kleine Omi mal anziehen und mit ihr eine kleine Runde drehen!
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  • Tagebucheintrag vom 21.09.2022


    Omi Kira macht uns Sorgen

    Wir waren heute zur Kontrolle. Die Wunde sieht soweit gut aus, so dass wir voraussichtlich
    Montag die Fäden ziehen können, aber Kira ist allgemein etwas angeschwollen. Sie mag
    auch nicht laufen und meckert auch nicht, und das ist sehr ungewöhnlich für sie.
    Und die Entzündungswerte sind immer noch zu hoch.
    Das Einzige was tadellos funktioniert ist futtern.

    Hört also bitte noch nicht mit den Daumendrückern auf!



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  • Tagebucheintrag vom 22.09.2022

    Kira-Mausi, der Schreck in der Abendstunde


    Wir haben gestern Abend noch Rücksprache gehalten mit guten Freundinnen, die allesamt
    sehr versiert sind in Tiermedizin und haben Kiras Blutbild und ihr Verhalten besprochen.
    Die 3 (eine tiermedizinische Fachangestellte mit 25 Jahren Berufserfahrung und 2 Tierschutz-
    kolleginnen mit jahrzehntelanger Erfahrung, und zusammen mehreren 100 Kastrationen)
    waren alle der gleichen Meinung: Da ist etwas nicht in Ordnung. Im schlimmsten Fall haben
    wir hier Einblutungen oder eine Verletzung des Magen-Darm-Traktes - Fahrt in die Klinik!

    Also haben wir uns wieder mal aufgemacht in den Notdienst unserer Klinik und haben auf
    einen Ultraschall bestanden und darauf dabei zu bleiben (das mach ich eigentlich sowieso
    immer und treibe die Ärzte in den Wahnsinn...), und um alles genau erklärt zu bekommen.
    Nur gut, daß die Klinik nur 10 km entfernt ist und Kira leidenschaftlich gerne Auto fährt!

    Ergebnis:
    Ja, es ist eine Flüssigkeitsansammlung da unter der Haut. Und ja, es könnte auch eine
    Einblutung sein. Aber das wäre bei der Schwere der Operation völlig normal und würde vom
    Körper mit der Zeit abgebaut werden. Wir haben gleich die Organe kontrollieren lassen, alles
    in Ordnung. Die hohen Entzündungswerte sollten sich auch im Laufe der nächsten Woche
    stabilisieren und im Zweifelsfall werden wir sie am Montag, wenn die Fäden gezogen werden,
    nochmals kontrollieren.

    Es ist also doch alles soweit in Ordnung. Noch nicht vorbei, aber kein Grund zur Besorgnis.
    Gegen die Schmerzen gibt es jetzt zusätzlich zum Metacam noch Novalgin ( ich sollte vielleicht
    Aktien kaufen von Hawesta oder einen eigenen Thunfischtrawler, sonst spuckt Omi das aus...).
    Und nun üben wir uns in Geduld. Was allerdings nicht gerade meine große Stärke ist...

    Kira war gerade Pipi machen und hat ihre morgendliche Ration intus, also versuchen wir jetzt
    auch mal ein bisschen zu schlafen...

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    Tagebucheintrag vom 28.09.2022

    Frauchen ist doof!
    Und gemein! Warum? - passt mal auf:

    Ihr wisst doch, dass ich krank war. Ich hatte so ein Pyodingsbums und mußte sogar
    repariert werden. Dabei haben die mir meine Gebärmutter rausgenommen und damit
    war auch das Pyodingsbums weg. Dafür haben die mir meinen Bauch zusammen
    genäht. Das hat ausgesehen, als hätte Melanie versucht zu stricken-mit der Strickliesel...

    Die ersten Tage ging es mir gar nicht gut, aber ich hatte Hunger, und da war Melanie auch
    noch ganz lieb zu mir und ich habe ganz viel Thunfisch bekommen. Den mag ich soo gerne!
    Aber dann wollte ich mehr laufen und mit meinen Kumpels toben im Regen, und da hat sie
    immer geschimpft und gemeckert und ich musste immer an der blöden Leine bleiben. Und
    dann musste ich auch noch andauernd diesen dämlichen Body anziehen!! Der war so eng,
    ich habe ausgesehen wie eine Salami und ich glaube, die haben mich alle ausgelacht!

    Am Montag musste ich dann wieder in die Klinik weil die Fäden eeeendlich raus konnten.
    Ich fahre sooo gerne dahin! Wenn ich rein komme, kommen immer alle angelaufen, begrüßen
    und knuddeln mich! Dann ist mir sogar egal, wenn ich warten muss! Wobei - diesmal war das
    Warten blöde, da waren 2 kleine Mädchen und die haben die ganze Zeit geschrien und sind mir
    über die Pfoten gerannt. Aber ich war trotzdem total lieb, obwohl ich den beiden viel lieber in
    den Po gezwickt hätte!

    Na, und dann war ich endlich dran und die haben mir schon wieder Blut abgenommen, weil
    meine Werte immer noch nicht richtig besser waren. Leute, ich sehe aus wie ein Nadelkissen!
    Und was macht mein Frauchen, die doch auf mich aufpassen soll? Festgehalten hat sie mich!!
    Sogar, als die Ärztin an meinem Bauch rumgeschnippelt und gezuppelt hat! Jedenfalls war die
    Ärztin sehr zufrieden mit der Narbe und jetzt darf ich auch endlich wieder ohne Leine laufen
    (sie hat nicht gesagt, daß ich nicht wieder vom Dörpel springen darf - uiuiui, hat der Papa
    einen Schock bekommen, als ich genau das mit lautem Gebell gemacht habe um meinen
    Postboten zu begrüßen!) . Und meine Kumpels darf ich auch wieder begrüßen! Nur meine
    Blutwerte sind immer noch ziemlich schlecht, aber ich soll das ohne Antibiotika schaffen. Es
    dauert eben etwas länger, weil es doch ganz schön heftig war und ich ja auch nicht mehr die
    Jüngste bin. In 2 Wochen will sie noch mal kontrollieren, dann sollte endlich wieder alles gut
    sein! Das hoffe ich auch! Ich mag die Mädels in der Klinik und ich fahre auch sehr gerne mit dem
    Auto dahin, aber meine Beinchen sind schon ganz kahl geschoren von der ganzen Piekserei!

    Ach ja, ich wollte mich auch noch ganz doll bei Euch bedanken für die vielen lieben Worte und die
    Schutzengel. Und ganz besonders bei Tante Bärbel und Tante Ute - tut mir leid, dass ich euch so
    viel Sorgen gemacht habe!

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