LOUI – Swissydog (GSS/Berner), geb. 09 2019, nicht kastriert

  • Wir haben Neuigkeiten über Loui vom Camp Küstenköter.

    Melanie schreibt uns, daß Loui ein wirklich netter Hund ist. Sie hatte ihn "als Fallbeispiel" auf einem Trainer-Seminar dabei. Loui hat das super gemeistert und die Teilnehmer waren begeistert von ihm.


    Und es gibt neue Bilder und Videos von Loui :)





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  • Hier ein paar neue Bilder von Loui, im Auslauf zusammen mit anderen Hunde (deshalb der Maulkorb)


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    Loui trägt den Maulkorb wegen der anderen Hunde, da im Auslauf nicht immer zu 100 % menschliche Aufmerksamkeit da ist. Er ist ja verträglich, aber wenn sich unter anderen Hunden eine Situation zuspitzt ist Loui sicher keiner, der da nicht mitmischen will. Auf Grund dessen, was wir bisher vom Camp Küstenköter erfahren haben, ist der Maulkorb hier unter dem Aspekt 'better safe, than sorry' zu verstehen.

  • Vor ein paar Tagen hat uns die Pension folgendes berichtet:

    Bei Loui hat sich schön (oder unschön) gezeigt, was erlerntes Verhalten ist.

    Sprich, das Problem ist nie ganz weg.... Unsere Hilfskraft hat mit unserem Mitarbeiter neulich gefüttert. Sie hat unter Anweisung gefüttert und ist bei Loui mit dem Napf in der Tür hängengeblieben. Er hat sich sofort auf das Futter gestürzt und sie konnte grad noch die Tür zubekommen. Nun denkt er, mit uns könne er das auch wieder machen. Das wird jetzt natürlich nicht so lange dauern, wie am Anfang, aber trotzdem müssen neue Menschen für ihn sich dessen bewusst sein.


    BSNH hatte daraufhin noch ein Gespräch mit dem Camp Küstenköter:

    Sie meinten, dass es für sie 'schön' war, dass Loui gezeigt hat, dass Futter-Ressource immer noch ein Thema ist, wo er das lange erlernte Verhalten wieder hervor holt. Man kann aber damit umgehen. Da seine eigentliche Bezugsperson im Moment nicht da ist, füttert ihn jemand anderes und hatte auch erst Probleme. Es gab dann Tipps von der Person die ihn sonst immer füttert und danach ging es schon besser. Sie sagen, dass er nicht bis zum Letzten geht, wenn er auf Gegenwehr stößt. Bleibt man vor ihm stehen und zeigt ihm, dass man das nicht möchte, dann hält er lange auf Abstand durch, dreht sich dann aber weg und möchte nur noch in seinen Zwinger um nachzudenken.

    Auch den Pitbull hat er noch auf dem Kieker, aber ein klares Nein und er dreht sich weg.


    Das Fazit:

    Man kann mit dem Problem Futter-Ressource umgehen. Neue Menschen für Loui müssen sich dessen jedoch bewusst sein. Eine Vermittlung bzw. die passenden Menschen zu finden ist daher sicher nicht ganz einfach, aber mit der Begleitung und dem entsprechenden Coaching durch das Camp absolut möglich.


  • Heute haben wir ein klares Profil von Loui aus dem Camp Küstenköter bekommen:


    Loui ist ein vierjähriger Swissy Dog Rüde. Er kam zu uns ins Camp aufgrund ausgeprägter Problematiken im Bereich der Ressourcenverteidigung. Da Loui sowohl in Größe wie auch Gewicht nach eher in die Richtung eines Großen Schweizer Sennenhundes ausschlägt, ein durchaus beeindruckendes Spektakel.


    Mittlerweile hat sich bei Loui aber viel getan. Wurden wir anfangs schon angegriffen, weil das Futter zu geben zu lange gedauert hat, kann der große Mann nun schon abwarten bis alles bereit ist. Seine Bezugspersonen können auch stehen bleiben, während er frisst, ohne das etwas komisch ist. Andere Ressourcen, wie beschrieben, nimmt Loui hier bei uns bisher nicht in Anspruch, weder uns noch anderen gegenüber.


    Loui geht auf jeden Fremden freundlich und offen zu, egal ob Mensch oder Hund. Besucher oder Spaziergänger meldet er durchaus lautstark, ist hier im direkten Kontakt aber immer freundlich und offen. Mit Hunden verträgt Loui sich gut, mit Hündinnen ohnehin und mit den meisten Rüden auch. Hatte er allerdings einmal Streit mit jemandem, fällt es ihm noch schwer seine Wut im weiteren Verlauf runterzuschlucken. Spätestens, wenn Frust entsteht, sucht er sich seinen Konfliktpartner gerne wieder, um Dampf abzulassen. Er lernt langsam aber stetig, dass sich zu prügeln nicht die Lösung ist, nur weil man nicht dicke miteinander ist und hält auch Hunde, die nicht seine Freunde sind, immer länger und besser aus.


    So ausdauernd wie er wütend sein kann, kann Loui aber auch fröhlich, verspielt und lustig sein. Naturgemäß ist er im Spiel weniger ein Renner als ein Ringer, aber mit dem richtigen Sparringspartner kann der stundenlang über die Wiese kugeln. Frust ist aber ein Stichwort für Louis Problem. Als er kam, erinnerte er ein wenig an einen dicklichen Mitzwanziger, dem Mutti immer alles hinterhergetragen hat…und wenn er nun nicht bekam was er wollte, fiel es ihm schwer und es machte ihn laut und wütend. Wunschversagung gab es in seiner Welt nicht. Mittlerweile wird Loui leiser und gelassener, wenn auch die Mannwerdung noch nicht abgeschlossen ist und der zornige dicke Junge sich gelegentlich noch seine Bahn sucht. Trotzdem ist Loui ein netter Kerl den man nicht zu ernst nehmen sollte. Er kannte es halt nicht anders.


    Für Loui wünschen wir uns einen ruhigen Haushalt, in dem man Zeit und Muße hat Dinge zu klären und zu lehren, denn Loui sieht zwar aus wie ein ganzer Kerl, ist aber im Inneren noch ein Jugendlicher der rauchend an der Bushaltestelle rumlungert, alles vollspuckt und sich dabei für ne große Nummer im Viertel hält…Man sollte nicht konfliktscheu sein, denn Loui hatte bisher immer fünf Sterne mit Nachtportier gebucht, und noch kann er manchmal schwer annehmen das drei Sterne ausreichen. Trotzdem bekommt man bei allen Reibereien einen richtig guten Freund, der Zuwendung geniesst, unternehmungslustig ist, lustig und fröhlich. Wie alle Hunde die Auffälligkeiten im Aggressionsbereich zeigen, wird Loui von uns aus nicht in einen Haushalt mit Kindern vermittelt, ebensowenig in einen wo ein Kinderwunsch besteht.


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  • Aus dem Camp Küstenköter haben wir wieder ein Update über Loui erhalten:


    Loui hat wieder etwas Spannendes ausgepackt. Hier sitzt noch ein intakter Pitbull, der super sozialverträglich ist und sich auch nie prügelt. Neuerdings ist er das Opfer von Loui. Wenn man nicht aufpasst, stürzt er sich direkt auf den Pitbull. Nun muss er lernen, auszuhalten, dass der Andere auch da ist und nicht gehen wird. Also muss er sich zurücknehmen, was ihm deutlich schwer fällt.


    Weiterhin läuft es gut mit dem Futterritual. Mittlerweile geht er freiwillig und ohne Murren in sein Hundebett und wartet ab, bis wir den Napf hingestellt haben. Den Berserker hat er in diesem Fall schon ganz gut im Griff! :perfekt:



    Man sieht es gibt einen Erfolg in Sachen Futterressource. Und wie es halt so ist tut sich dann ein neues "Loch" auf. Gut, daß Loui in sehr kompetenten Händen ist und auch weiterhin lernen darf und muß.


  • Wieder gibt es News von Loui.


    Team Küstenköter schreibt:


    Loui ist mittlerweile richtig gut angekommen, was sich an zwei Dingen festmachen lässt. Er stellt bei uns kaum noch was in Frage und bei Hunden wird er langsam "piksig". Er ist zwar so erstmal sozialverträglich und geht auch gern in positiven Kontakt mit Hunden, war aber eine Situation, mit der er schlecht umgehen konnte, nutzt er da gern seine Energie, um sich mit den anderen Hunden hier zu prügeln. Das nehmen wir nun auch noch mit auf in unsere ToDo Liste.


    Ansonsten kommt er erstmal mega gut über Rituale klar. Bevor wir direkt an seine (sehr ausgeprägte) Futteraggression gehen, haben wir hier ein Ritual eingebaut, das er mittlerweile recht gut halten kann.


    Er macht also weiterhin echt gute Fortschritte!





  • Wir haben aus dem Camp Küstenköter wieder eine Nachricht und Bilder/Videos von Loui bekommen:


    Loui macht hier weiter ganz gute Fortschritte. Er versucht sich teilweise noch immer sehr stark zu positionieren, seine Versuche werden aber auch weniger. Er lernt reativ langsam, wobei ihm sein bisher erlerntes Verhalten ja auch immer weitergebracht hat. Man markt hier deutlich, dass er das auch nicht gern aufgeben möchte. Wir bleiben am Ball !





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    Das Camp Küstenköter ist jetzt in Winterpause, aber wir bleiben weiterhin per Whats App in Kontakt.




  • In dieser Woche haben wir mit Louis Trainer telefoniert.


    Es läuft weiterhin insgesamt gut, das Thema Futter ist erledigt und es gab keine Übergriffe mehr von Loui.


    Mit den meisten Hunden kommt Loui sehr gut zurecht. Was er überhaupt nicht mag sind Hundepersönlichkeiten, die sich auch dementsprechend zeigen und es spielt keine Rolle ob kastriert oder nicht kastriert, es geht um die Persönlichkeit.


    Letzte Woche wurde Loui mit einem Husky, eben solch einer Persönlichkeit, der von sich aus überhaupt nichts macht, zusammen gelassen. Da reichte Loui bereits das optische Wahrnehmen aus der Ferne und schon geriet er völlig aus der Fassung und wollte den Husky gerne unterwerfen. Je mehr Versuche fehl schlugen um so wütender wurde Loui. Der Trainer hat das aus Beobachtungszwecken etwas laufen lassen und Loui dann angesprochen und mit 1 Finger angestuppst, da hat sich Loui umgedreht und seine Wut gegen Nico gerichtet (rückgerichtete Agression). Er hat sich im Vorsitz komplett an den Trainer rangepresst und massiv gedroht mit Fletschen und lautem tiefen Knurren, dabei immer wieder auf die Jackentasche geluhrt ob das jetzt mit einem Futterstück "beendet" wird.


    Als Loui gemerkt hat, daß das bei Nico nicht funktionierte wollte er sich der Situation entziehen und zu einem anderen Hund laufen. Nico hat das nicht akzeptiert und ihn nicht gehen lassen "neee mein Freund wenn Du so ein Fass aufmachst, dann mußt Du die Suppe auch auslöffeln" - das war jetzt O`Ton von Nico. Hat ein Zeit lang gedauert, bis sich Loui wieder eingekriegt hat.


    Der Trainer sagt, Loui ist wie ein 20jähriger Kerl, der bis dahin gepudert wurde und jetzt plötzlich im "normalen" Leben steht und Verantwortung für sein Handeln übernehmen muß. Loui hat keine Regeln und Grenzen erfahren und es wurde um Probleme rum gearbeitet oder alles so gestaltet daß sich Themen möglichst nicht zeigen. Nun wird er aber Lernerfahrungen sammeln, daß er mit seinem Verhalten nicht an sein Ziel kommt.


    Bilder gibt es leider noch keine, da es dort seit 2 Wochen Dauerregen hat, das Gelände einem Schlammbad gleicht und alle dementsprechend ausschauen.


    Wir sind guter Dinge und drücken die Daumen, dass sich die Lernerfahrungen für Loui positiv auswirken :dadr:


  • Es gibt eine erste Rückmeldung aus dem Trainings-Camp


    Insgesamt kommt Loui gut zurecht und zeigt sich in vielen Situationen leicht beeindruckbar - wohlgemerkt von Menschen, die eine enorme Souveränität, viel Wissen und Erfahrung im Umgang mit 'special effects' haben und deren Herz für diese Arbeit brennt.


    Beim Füttern ist Loui einen Trainer massiv angegangen, hat allerdings nicht erreicht was er wollte. Inzwischen läuft das besser.

    Bisher läßt sich sagen, daß Loui Strategien entwickelt hat um vom Menschen das zu kriegen was gerade sein Plan ist und auch für Dinge, die er lassen/nicht tun soll. Mit passenenden anderen Hunden kann er recht gut mitlaufen.


    Das Team ist gespannt was Loui in den nächsten 4-6 Wochen noch so alles aus seinem Köfferchen holt und freut sich auf die Arbeit mit ihm.

  • Tagebucheintrag vom 26.10.2023


    LOUI wurde früh morgens abgeholt und ist nun auf dem Weg ins "Bootcamp".

    Wir hoffen wirklich sehr, dass die Trainings- / Therapiemethoden dort erfolgreich sind und er sich gut darauf einlässt.

    Unsere ganze Familie ist sehr traurig darüber, dass es mit ihm bei uns nicht funktioniert hat und wir drücken ihm alle die Daumen.



    Ein herzliches Danke geht an die Pflegefamilie, für ihre Bereitschaft und das Dabeibleiben, auch unter schwierigen Bedingungen und mit einigen kritischen Situationen.


    Inzwischen ist Loui gut angekommen. Während der Fahrt war er ruhig und hat geschlafen.

    Auf einen Neustart Loui :daumen:

  • Tagebucheintrag vom 18.10.2023


    Guten Abend zusammen,


    bevor LOUI umzieht, haben wir ihn noch unserer Tierärztin vorgestellt. Lt. ihrer Untersuchung ist er gesund.

    Es wurde Blut abgenommen, zur Kontrolle der Schilddrüsen- und Nierenwerte - es wird nun eingeschickt und die Ergebnisse dauern einige Tage. Den TÄ-Besuch hat er gut gemeistert. Er trug natürlich den Maulkorb.


    Die TÄ hat mehrfach versucht eine geeignete Vene an den hinteren Beinen zu finden, allerdings hat er Rollvenen und es war nicht möglich die Vene zu fixieren. Nach mehreren Fehlversuchen klappte es dann am Vorderbein. LOUI fing dann irgendwann an zu knurren, um seinen Unmut kundzutun, aber nach der ganzen Tortur konnten wir es verstehen. Dabei war er weder aggressiv noch hat er geschnappt, und nachdem die Untersuchung beendet war, war er wieder sehr lieb und nahm sogar die Leckerchen von der TÄ. Sie sagte noch, dass er überhaupt nicht nachtragend sei :)


    Ansonsten muss ich sagen ist er in den letzten Tagen sehr umgänglich und wir hatten keinen nennenswerten Zwischenfall mehr.

    Mein Partner wird toleriert und LOUI fordert auch Streicheleinheiten bei ihm ein. Leckerchen nimmt er ebenfalls gerne von ihm an. Es ist allerdings so, dass wir alle Situationen vermeiden, von denen wir wissen, dass er darauf mürrisch reagiert. Wir machen es ihm so leicht wie möglich, damit er nicht in eine heikle Situation kommen kann.


    Das ist die Situation momentan und wir hoffen, dass wir die letzten 1 1/2 Wochen bis zu seinem Umzug genauso verbringen können, damit er hier bei uns noch eine schöne Zeit hat.

  • Tagebucheintrag vom 12.10.2023


    Liebe Tagebuchleser,


    der heutige Eintrag fällt mir sehr schwer.


    'Gestern war der Termin mit der potentiellen Trainerin.

    Wir waren so guter Dinge und erhofften uns neue Möglichkeiten, um LOUIs Aggression wirksam entgegen zu wirken.Das Ergebnis war sehr ernüchternd.


    Zu Beginn war LOUI sehr aufgeregt und verhedderte sich ständig in seiner Leine. Er war kaum zu halten, geschweige denn zu beruhigen. Mein Partner und ich saßen in einigem Abstand zu einander. LOUI rieb sich nach 2 Minuten an seinem Bein den Maulkorb ab. Dann versteifte sich sein Körper und er bedrohte ihn massiv. Ich zog ihn schnell weg und versuchte ihn zu beruhigen, aber er beachtete mich überhaupt nicht sondern zog mich durch den Raum. Unter Anleitung der Trainerin konnte ich LOUI den Maulkorb wieder anlegen und den Rest des Gesprächs musste er dann im Auto warten.


    Die Einschätzung der Trainerin war, dass LOUI eine Ressourcen-Aggression hat. Selbst wenn man ihm alle Möglichkeiten (sprich Spielzeug, Papier, Schuhe, Kleidung) nimmt, wird er sich immer wieder irgendetwas suchen, was er als verteidigungswürdig erachtet - sei es ein Blatt auf dem Weg oder ähnliches. Das größte Problem ist aber, dass er mich als seine Ressource betrachtet und mich gegenüber meinem Partner verteidigt.

    Das bedeutet, dass er meinen Partner ab und zu toleriert, ihn aber eigentlich lieber entsorgen würde.

    Die Trainerin nahm uns die Hoffnung, dass aus LOUI in naher Zukunft ein "normal entspannter" Hund werden kann, der alle vorkommenden Alltagssituationen souverän meistern kann.


    Der Hund, mit dem wir unser Leben verbringen, soll allerdings in unserer Freizeit überall dabei sein, wo es möglich ist. Das heißt er geht mit ins Restaurant, zu Freunden, in den Urlaub etc. Das ist mit LOUI nicht möglich. Laut der Trainerin benötigt LOUI professionelle Hilfe. Sie sagte ganz deutlich, dass Sie es "normalen" Haltern, wie wir es sind, nicht zutraut, diesen Hund zu therapieren. Und ehrlich gesagt, nach all den Vorkommnissen und ihren Ausführungen, trauen wir es uns auch nicht zu.

    Es gibt bestimmt eine andere und bessere für LOUI angemessene Lösung - leider kommen wir darin nicht vor.


    Ihr alle könnt sicher nachempfinden, wie wir uns fühlen.

    Alle in der Familie - auch mein Partner, obwohl er immer wieder massiv von LOUI bedroht wird - haben ihn in der kurzen Zeit bereits lieb gewonnen und ins Herz geschlossen. Und eben dieses ist uns ganz schwer.

    Aber wir müssen an unsere Gesundheit denken.

    Wir möchten nicht riskieren durch seine Aggression verletzt zu werden.

    Wir hätten uns gewünscht eine effektive Möglichkeit zu finden, um mit ihm zu arbeiten, aber nicht, wenn er seine Zähne uns gegenüber einsetzt.

    Ich hoffe, dass LOUI mit Hilfe der für ihn vorgesehenen Arbeitsmethode im Bootcamp dieses Verhalten ablegen kann und später ein Zuhause mit der geeigneten Kompetenz findet.


    Wir wünschen ihm von Herzen alles Gute und hoffen, dass die Zeit bis zu seinem Umzug Ende Oktober ohne große Zwischenfälle verläuft.



    BSNH hatte sich parallel zum Trainer-Termin um einen Plan-B gekümmert, um für den Fall, der jetzt leider auch eingetreten ist, vorbereitet zu sein. Wir hatten für Loui vorsorglich einen Platz in einem Camp für verhaltens-

    auffällige Hunde reserviert. Dort wird individuell an ihrem Problemverhalten gearbeitet, bis sie vermittlungsfähig sind. Ein Platz ist allerdings erst ab dem 26.10. frei.


    Es tut uns für Heike H. und Familie überaus leid, dass Loui, entgegen intensiver Gespräche mit Vorbesitzer und ehemaligen Trainern, jetzt ein Verhalten zeigt was ein Zusammenleben mit ihm nicht ohne Weiteres möglich macht.



  • Ein Eintrag der BSNH Pflegefamilien-Betreuung von Louis Familie.


    Die Pflegefamilie lebt mit Loui aufgrund seines unplanbar ambivalenten Verhaltens keinen entspannten Alltag und gerade wenn das Pflegefrauchen ausser Haus ist, und die Betreuung auf geringstem Level vom Lebensgefährten gestaltet werden muß, ist das eine Gradwanderung.


    Mitte kommender Woche ist der Kennenlerntermin mit einer Trainerin für Einzelstunden. Da wir noch nicht wissen wie zeitnah Einzeltermine stattfinden können waren wir nicht untätig und haben ein Seminar bei Ute Heberer und Terry Reeves, 21./22.10., vorgeschlagen. Ute Heberer referiert u.a. die Themen "TS-Hunde mit special effekts" und "Impulskontrolle/Frustrationstoleranz" - absolut passend für Louis Resourcenthemen. Terry Reeves spricht u.a. über "Führungskompetenz". Das Pflegefrauchen hat einen Platz bekommen und Loui wird von beiden Trainerinnen auch eingeschätzt.


    Wir hoffen sehr, dass die Tage ruhig bleiben und es bald fachkompetente Vorort-Hilfe für die Familie gibt :daumen: :glueck:


  • Tagebucheintrag vom 27.09.2023


    Hallo zusammen,


    ich möchte heute weiter von LOUI berichten.


    Vorweg möchte ich noch einmal betonen, dass LOUI ein ganz lieber, verschmuster und liebebedürftiger Hund ist, der sehr gut erzogen wurde und die Kommandos gerne ausführt. So ist er überwiegend im Alltag.


    Wir bewegen uns im Alltag so, dass er die "normalen" Abläufe gut beobachten und sich integrieren kann.

    Das, was für ihn Stress verursachen kann, versuchen wir weitestgehend zu vermeiden und es gelingt auch meistens.

    Wir machen lange Spaziergänge und hatten auch schon geplante Hundebegegnungen.

    Im 8 jährigen Rüden meiner Schwiegertochter hat LOUI ganz schnell einen Freund gefunden und wir haben schon mehrere gemeinsame Spaziergänge gemacht.


    Gehorsamsübungen bauen wir immer wieder ein - das klappt auch (meistens) gut.

    An die Geräusche im Haus hat er sich mittlerweile gewöhnt und wenn nachts Bewegung ist, bleibt er ganz ruhig.

    Sein Lieblingsplatz ist im Wohnzimmer auf seiner Decke - dort schläft er auch nachts.

    Er hat zwar ein Hundebettchen in meinem Schlafzimmer, wo er auch in den ersten beiden Nächten schlief, aber mittlerweile mag er lieber seine Decke im Wohnzimmer.

    Drei Mal haben wir ihn "erwischt", dass er von der Couch herunter sprang. Dort soll er natürlich im Moment noch nicht sein, aber wenn wir nicht da sind, dann kann ich sie leider nicht so verbarrikadieren, dass sie für ihn nicht erreichbar wäre..........


    Leider hat er auch eine weniger schöne Seite, die sich immer mal wieder unregelmäßig zeigt.

    Wir hatten zwischendurch Situationen, in denen er uns ganz klar verdeutlicht, wenn ihm etwas nicht passt - dann zieht er die Lefzen hoch, zeigt die Zähne und knurrt.

    Scheinbar ist es lt. Beschreibung seiner ehemaligen Besitzerin seine Art seinen Unmut zu zeigen.

    Allerdings gab es zwei sehr unschöne Zwischenfälle, in denen es mehr war, als nur seinen Unmut zu zeigen.

    Es ist uns gelungen mit seinem Trainer Kontakt aufzunehmen und die Situation mit ihm zu besprechen. Er hat uns gute Tipps gegeben, mit denen wir nun arbeiten können und ich bin sehr dankbar, dass es diese Möglichkeit gibt.

    Auch bin ich unserer Pflegefamilienbetreuung sehr dankbar, dass sie uns jederzeit mit ihrem Rat zur Seite steht und immer ein offenes Ohr für uns hat. DANKE auch an die 1. Vorsitzende von BSNH.


    LOUI wird nun zu seiner und unserer Sicherheit ständig den Maulkorb tragen (außer zum Fressen).

    Mit diesem Hilfsmittel können wir dann an seinem Verhalten arbeiten und versuchen ihn familien- und alltagstauglich zu erziehen - auch in Situationen, die für ihn momentan nicht akzeptabel sind.

    Sein Spielzeug, das er verteidigt hat, haben wir weggeräumt.

    Wir hoffen sehr und sind auch guter Dinge, dass wir damit erfolgreich sind.

    Ich werde LOUI noch in einer Hundeschule vorstellen, damit wir gemeinsam unter Aufsicht und Anleitung trainieren können, allerdings ist der Kennenlerntermin erst in 2 Wochen, da die Trainerin Urlaub hat.



    Hier noch ein paar Bilder:


    auf der Gassirunde mit dem Hundekumpel :renn:


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    und danach eine Mütze Schlaf :schlaf2:

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    Es gibt ältere Versionen dieses Beitrags

  • Tagebucheintrag vom 18.09.2023


    LOUI ist nun seit Freitagabend bei uns.

    Die erste Nacht war etwas unruhig. Samstag und Sonntag hat LOUI meine Söhne kennengelernt, ebenso wie die Lebensgefährtin meines jüngsten Sohnes. Das hat super geklappt und wenn sie ins Haus kommen werden sie erst durch

    lautes Bellen angekündigt und dann freudig begrüßt.


    Die weiteren Nächte waren ruhig. Allerdings werden nächtliche Bewegungen im Haus kurz mit Knurren oder Bellen kommentiert. Auch die Bewegungen tagsüber auf den Nachbargrundstücken werden mit Bellen gemeldet.


    Das Fressen wurde hier ja schon thematisiert. Bei uns gibt es bisher keine Probleme - bevor er sein Fressen nach den Spaziergängen erhält, sitzt er ab und wartet auf die Erlaubnis zu fressen. Dabei wird er in Ruhe gelassen, so wie es vereinbart wurde. Wenn er fertig ist, nehme ich den Napf irgendwann auf und säubere ihn. Das alles klappt wunderbar.


    Die Spaziergänge verlaufen gut. Bei Hundebegegnungen ist er etwas aufgeregt, wir gehen aber ganz gut vorbei.

    Gleiches gilt auch für Begegnungen mit Spaziergängern.

    Ab morgen werden wir Übungen auf den Spaziergängen einbauen, damit wir zu einem guten Team zusammenwachsen.


    Alles in allem läuft es ganz gut.

    LOUI ist sehr verschmust und möchte am liebsten ständig gekrault werden.

    Wenn er allerdings irgendetwas nicht möchte, dann demonstriert er das auch deutlich.


    Bilder habt ihr ja schon gesehen. Es folgen sicherlich noch viele weitere.


    So, das war unser erster TB-Eintrag und somit ein kleiner Einblick in die ersten Tage.

    Wir freuen uns sehr, dass LOUI bei uns ist und hoffen, dass wir alle zu einem guten Team zusammenwachsen.

    Es ist eine neue Herausforderung, der wir uns gerne stellen.


    Herzliche Grüße

  • Der gestrige Restabend und auch die Nacht waren ruhig.

    Heute Morgen war Loui schon eine größere Runde Gassi. Er läuft toll an der Leine und bei mehreren Hundebegegnungen ist er brav an der Seite vom Pflegefrauchen weitergelaufen :freu1: .


    Louis Pflegefrauchen schreibt:

    Wir hatten einen guten ersten Tag und gewöhnen uns aneinander 🥰


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  • LOUI :herz:



    In Louis Familie hat sich einiges verändert. Aufgewachsen ist er als Hofhund auf einem Hof mit vielen Tieren. Durch geänderte Lebensumstände musste er in letzter Zeit mit seinem Frauchen mehrmals umziehen und lebt jetzt mit ihr in einer kleinen Wohnung. Zusätzlich ist Loui durch den Schichtdienst seines Frauchens zu viel alleine.


    Loui wird beschrieben als: super freundlich, kinderlieb, verträglich mit anderen Hunden, ist mit diversen Tieren wie Kühe, Schafe, Pferde etc. aufgewachsen, liebt Wasser, ruhig und absolut schmusebedürftig



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    LOUI


    - 3 ½-jähriger Swissydog (GSS/Berner) = eine Verpaarung unter Sennenhundrassen

    - nicht kastriert

    - Größe ca. 65 cm,

    - Gewicht ca. 48 Kilo

    - ein gesunder, kräftiger Rüde, geimpft und gechipt

    - die Kommandos Sitz, Platz, „Bleib“, Stopp beherrscht er und ist leinenführig

    - Er reagiert nicht auf vorbeifahrenden Autos, Fahrradfahrer oder andere Dinge, die an ihm vorbeiziehen.

    - liebt es Auto zu fahren und in geselliger Runde dabei zu sein

    - er liebt es auch neue Menschen kennenzulernen und begegnet diesen mit seiner freundlichen, leicht stürmischen Art

    - ihm wurde die Halskrause (nach Verletzung), sein Bademantel, sowohl der Maulkorb positiv antrainiert.

    - trotz seines lauten Organs ist er ein ruhiger Hund, der außerhalb seines Wachhund-Charakters selten bellt

    - er beißt keine Gegenstände kaputt und kuschelt liebend gerne mit seinem Kuscheltier.


    - Charakter: Kinderlieb, menschenfreundlich, tiefenentspannt, ruhig und dennoch verspielt, absolut verschmust, friedlich

    - absolut verträglich mit anderen Hunden - Update: Mit den meisten Hunden kommt er sehr gut zurecht. Was er überhaupt nicht mag sind Hundepersönlichkeiten, also souveräne Hunde, die sich auch dementsprechend zeigen.



    - Problematik: Ressourcen (sein Futter, eigenes Spielzeug)

    Durch Einzelstunden mit einer Trainerin hatte es sich gebessert. Das Thema nahm durch die Trennung und viele Umzüge wieder zu. Die Futtersituation ist jetzt aber wieder stabil. Loui wartet sitzend auf die Freigabe zum Fressen und wird dann in Ruhe gelassen.


    - neu hinzugekommenes Verhalten

    Vor einiger Zeit hat Loui begonnen sein Frauchen zu verteidigen und den Exfreund auch 2 x gebissen. Nach Aussage der Trainerin, die ihn seitdem er Welpe ist begleitet, handelt Loui so, weil er bei seinem Frauchen nicht mehr erkennt, dass sie ihn souverän durch schwierige Situationen begleiten kann. Die Trainerin hat vorher gesagt, dass Loui dieses Thema bei einem anderen stabilen Menschen nicht mehr zeigen wird.



    Die o.g. Eigenschaften beruhen auf den Aussagen der jetzigen Familie, in der sich Loui wie beschrieben verhält. In neuer, ungewohnter Umgebung , anderen Artgenossen und Menschen die 'Hund' nicht kennt, können sich Hunde im Allgemeinen auch durchaus anders verhalten wie ursprünglich beschrieben. Es braucht Ruhe um anzukommen und Zeit sich einzugewöhnen.



    Update:

    In der Pflegefamilie zeigte sich nach ein paar Tagen, dass Loui Regeln und Grenzen nicht so einfach akzeptiert wie angenommen und durchaus ernsthaft körperlich wird..

    Um ihm und einer zukünftigen Familie einen leichteren Start in ein neues Leben zu ermöglichen hat BSNH entschieden, dass Loui in ein Trainings-Camp umzieht, wo mit ihm zielgerichtet gearbeitet wird. Der gesamte Verlauf kann hier im weiteren Verlauf des Tagebuchs nachgelesen werden.


    Erste Einschätzung des Trainers:

    Loui ist wie ein 20jähriger Kerl, der bis dahin gepudert wurde, jetzt plötzlich im "normalen" Leben steht und Verantwortung für sein Handeln übernehmen muß. Loui hat keine Regeln und Grenzen erfahren und es wurde um Probleme rum gearbeitet oder alles so gestaltet daß sich Themen möglichst nicht zeigen. Nun wird er Lernerfahrungen sammeln, daß er mit seinem Verhalten nicht an sein Ziel kommt.




    Wer möchte Loui ein stabiles neues Zuhause geben ?

    Bei Interesse geht es hier direkt zur Bewerbung:

    berner-sennenhunde-nothilfe.de/formulare/notfell-bewerbung/

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